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AKTUELL: Lehrveranstaltung
Zeit im Film

Zeit und Film sind äußerst eng miteinander verknüpfte Phänomene: So ist der Film von seiner Grundbeschaffenheit her – d.h. als strikt getaktete Bildfolge – schon von sich aus auf Zeitlichkeit als Modus seines Erscheinens und Funktionierens angewiesen. Gleichzeitig ist er dazu in der Lage, Zeit in seinen Bildern einzufangen und somit Vergangenes in der Projektion neu zu Vergegenwärtigen. Das Seminar wird sich entlang verschiedener konkreter Filmbeispiele und theoretischer, film/zeit-reflexiver Ansätze mit diesem speziellen Verhältnis von Zeit und Film beschäftigen. In den Blick genommen werden dabei die gestalterischen Potentiale und Konventionen, die der Film in Bezug auf die Inszenierung von Zeit entwickelt hat (Zeitraffer, Zeitlupe, Parallelmontage, Plansequenz, eliptischer Schnitt, continuity editing etc.), inhaltliche Thematisierungen und Referentialisierungen von Zeitlichkeit (Zeitreisefilm, Science Fiction, Historienfilm, etc.) ebenso wie formale Abweichungen von und Spielereien mit der Linearitäts-Norm (achronologisches Erzählen, One-take-Filme, etc.).

WS 2016/17

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
Gruppe 1: 10:00 - 12:00 Uhr
Gruppe 2: 18:00 - 20:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft / Modul 4 (Filmanalyse) / Seminar

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Einführung in die analoge Animation
(gemeinsam mit Franziska Bruckner)

Animation ist eine besonders vielfältige Art des Filmemachens, denn die unterschiedlichen Animationstechniken, die für die Generierung von Bewegtbildern abseits des Realfilms zur Verfügung stehen, eröffnen mannigfaltige Möglichkeiten des bildlichen Ausdrucks: die Belebung des Unbelebten, die Generierung fantastischer Welten und die Erzeugung andersartiger Seherlebnisse.  Das Seminar gibt Einblicke in diese verschiedenen Techniken und Ästhetiken der Animation und bietet eine kurze Einführung in ihre Geschichte und Theorie. Im Anschluss steht die praktische Auseinandersetzung mit analogen Stop-Motion-Techniken (Legetrick, Silhouettenanimation, Knetanimation, Sach- und Puppentrick sowie Pixillation) im Mittelpunkt, die erprobt und dann selbst in kleinen, praktischen Filmarbeiten eingesetzt werden sollen.

SS 2016

Philipps-Universität Marburg

Blockseminar

B.A. Medienwissenschaft / Modul 9 (Berufspraxisbezogene Medienarbeit) / Projekt-Seminar; B.A. Kunst, Musik und Medien Modul 22 (Organisation und Vermittlung II) / Projekt-Seminar

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Medientheorien Lesen (Gruppe B)

Was ist eigentlich eine Theorie? Wozu braucht man Theorie? Warum gibt es eigentlich so viele verschiedene Theorien, die miteinander konkurrieren? Und wie kann man sich in dieser Fülle orientieren? Um Antworten für solche Fragen zu ermöglichen, vermittelt das Seminar Grundkompetenzen im Umgang mit medientheoretischen Texten und bietet zugleich Einblick in verschiedene Felder medienwissenschaftlicher Theorietraditionen. Ziel ist es zu verstehen, was eine Theorie ist, wie Theorien gelesen werden können und was sie für das Verständnis von Medien zu leisten imstande sind.
Dabei werden zum einen Theorien vorgestellt, die sich anhand ihres Bezug auf bestimmte Stellen medialer Kommunikationsprozesse (Produktion, Rezeption, Werk/Artefakt) sortieren lassen. Zum anderen werden Theorien daraufhin angeordnet, wie sie Medien als Medien entwerfen. Dabei können Theorien einzelner Medien wie Fotografie, Film, Fernsehen oder Computer ebenso berücksichtigt werden wie solche, die sich mit der Einbettung von Medien in die Gesellschaft beschäftigen.

SS 2016

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
14:00 - 16:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft / Modul 2 (Propädeutik) / Seminar

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Medien/Technologien des Selbst

Der Begriff der Technologien des Selbst ist ein zentraler Baustein im Denken des französischen Philosophen und Historikers Michel Foucault, mit dem er u.a. die Konstitution des Subjekts in neoliberalen Gesellschaften beschreibt. Mit Technologien des Selbst sind bei Foucault Praktiken bezeichnet, „die es dem Einzelnen ermöglichen, aus eigener Kraft oder mit Hilfe anderer eine Reihe von Operationen an seinem Körper oder seiner Seele, seinem Denken, seinem Verhalten und seiner Existenzweise vorzunehmen, mit dem Ziel, sich so zu verändern, daß [!] er einen gewissen Zustand des Glücks, der Reinheit, der Weisheit, der Vollkommenheit oder der Unsterblichkeit erlangt“ (Foucault 1993, 24). Während Foucault diese Technologien des Selbst allerdings vorrangig im Rückblick auf ihre historische Genese und Wandlung hin untersucht (etwa anhand von sprach- bzw. textbasierten Praktiken wie Beichte oder Tagebuchschreiben etc.), wird inzwischen – vor allem innerhalb der Medienwissenschaft – die Frage nach der Interdependenz von Selbsttechnologien und rezenten Medientechnologien breit diskutiert. Das Seminar wird diese medienwissenschaftlichen Debatten in den Mittelpunkt stellen und sie anhand zeitgenössischer Beispiele medienbasierter Selbstkonstitution (z.B. Quantified-Self-Technologien, Weightloss-Vlogs, Makeover-Shows, Ratgeber-Formate etc.) diskutieren.

WS 2015/16

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
14:00 - 16:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft
Modul 8 (Digitane Medien II) / Seminar



Lehrveranstaltung
Narrative Komplexität in Film, Fernsehen und digitalen Medien

Unter dem Schlagwort der "narrative complexity" wird spätestens seit der Jahrtausendwende eine Vielzahl von Erzählformen und -formaten diskutiert, die in ihrer Struktur von etablierten Normen des Erzählens abweichen und dadurch besonders verworren und verwirrend erscheinen. Zu den untersuchten Phänomenen gehören dabei z.B. unzuverlässige, kontingente, nonlineare, modulare, multi-perspektivische, metaleptische oder transmediale Erzählweisen. Doch was genau an diesen Narrationsformen ist dabei "komplex"? Wie lässt sich "Komplexität" im Hinblick auf das Erzählen definieren? Die Übung wird anhand von konkreten Beispielen aus Film, Fernsehen und digitalen Medien die aktuelle Begriffsarbeit zur narrativen Komplexität reflektieren und problematisieren.

SS 2015

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
12:00 - 14:00 Uhr

B.A. Kunst, Musik und Medien
Modul 13 / Übung

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Medien/Menschen

Das Verhältnis von Medien und Menschen ist in vielfacher Ausprägung Thema und Gegenstand medienwissenschaftlicher Fragestellungen. Ob nun Stars, Prominente, Fernsehmoderator_innen oder andere Akteur_innen des Mediengeschäfts als spezifische Art von "Medienmenschen" verhandelt werden; ob anhand von analog oder digital generierten, audiovisuellen Figuren die Frage nach der Darstellbarkeit und Herstellbarkeit von Menschen im Medium diskutiert wird; oder ob in Bezug auf die Verkopplung von Menschen und Medien in der Mediennutzung Fragen nach deren gegenseitiger Bezüglichkeit gestellt werden - in allen diesen Kontexten dienen 'Mensch' und 'Medium' als konzeptionelle Bezugsgrößen, die sich im Wechselverhältnis gegenseitig Kontur verleihen.
Das Seminar möchte diese vielfältigen Mensch-Medien-Beziehungen, die auf medientheoretischer Ebene hergestellt, beschrieben und verhandelt werden, in den Mittelpunkt stellen und anhand exemplarischer Texte einen Überblick über mögliche wissenschaftliche Herangehensweisen an die Frage nach dem Verhältnis von Medien und Menschen geben. Texte aus dem Bereich der Figuren-, Star- und Körpertheorie werden dabei ebenso dazugehören wie solche aus dem Kontext der Medienanthropologie oder der Apparatustheorie.

WS 2014/15

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
14:00 - 16:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft
Modul 1/Propädeutik I/Übung

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Medien | Recht - Gestaltung einer Ausstellung zur GfM-Jahrestagung 2014

Vom 02. bis 04. Oktober 2014 findet in Marburg die Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) statt. Das Thema dieser medienwissenschaftlichen Fachtagung lautet in diesem Jahr "Medien|Recht" und umfasst damit einen Themenbereich, der nicht zuletzt durch NSA-Skandal, Gema-Debatte und Video-Piraterie auch in letzter Zeit wieder tagesaktuelle Brisanz erhalten hat. Die Frage nach dem Zusammenhang von Medien und Recht ist aber nicht nur eine nach den juristischen Bedingungen von Medieneinsatz und Mediennutzung, sondern ebenso eine Frage nach der medialen Bedingtheit des Rechts (z.B. Gesetzestext, Beweismittel, Protokoll, Patent etc.), nach medialen Inszenierungen von Recht (z.B. in Gerichtsshows, im Court Room Drama, im Kriminalfilm etc.) oder nach der Rechtfertigung bzw. Legitimation von Medien als Vermittlungsinstanzen in einem übergeordneten Sinne.
Das Seminar wird diese und ähnliche Facetten des Themenfeldes "Medien|Recht" eingehender thematisieren und diskutieren. Den Interessen der Teilnehmer_innen gemäß sollen dann spezifische Aspekte und Themenbereiche in Gruppen weiter recherchiert und ausgearbeitet werden. Ziel ist es, eine gemeinsame Ausstellung zu entwickeln und zu realisieren, die dann auf der GfM-Jahrestagung dem Fachpublikum präsentiert wird. Es geht also um die Erarbeitung eines gemeinsamen Ausstellungskonzepts, die Auswahl, Beschaffung und Gestaltung von geeigneten Ausstellungsmaterialien (Plakate, Bildstrecken und Texte, Installationen, Filme o.Ä.) und die Einbettung in den Kontext einer großen Fachtagung.
Weiterführende Informationen zur Tagung und zur GfM allgemein erhalten Sie auf den folgenden Seiten:
www.gfm2014.de
www.gfmedienwissenschaft.de

SS 2014

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
16:00 - 18:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft
Modul 9
B.A. Kunst, Musik und Medien
Modul 22

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Achronologien des Films

Das Verhältnis des Films zur Zeit gestaltet sich paradox: Während der Film als solcher (in seiner Aufzeichnung, Projektion und Rezeption) unausweichlich an die Chronologie der Zeit gebunden scheint, ist er auf der Ebene seines Inhalts dazu in der Lage den Ablauf der Zeit zu umgehen oder zu manipulieren, indem er einerseits Vergangenes reproduzierbar werden lässt und indem er andererseits innerhalb seiner Plot- und Story-Verläufe und über seine Bildästhetik (z.B. Zeitraffer, Zeitlupe, Split Screen etc.) abweichende Zeitlichkeiten herstellt.
Vor allem im Kino der 1990er und 2000er Jahre finden sich zahlreiche Filmbeispiele, die aus dieser Paradoxie einen besonderen Reiz generieren: Filme wie Pulp Fiction, Memento, Lola rennt, 21 Gramm oder Inception stehen dabei nur exemplarisch für eine ganze Reihe von Produktionen, die das achronologische Erzählen sowohl im Independent- als auch im Mainstream-Kino verankern.
Das Seminar stellt diese und ähnliche Filme in den Mittelpunkt und verhandelt anhand ihrer achronologischen Narrationsmuster verschiedene Typologien und Beschreibungs-Ansätze, die sich in den letzten Jahren mit diesen filmischen Zeitlichkeits-Konzepten auseinandergesetzt haben. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich die Popularität solcher Erzählformen einbetten lässt in übergeordnete Debatten um eine (post)moderne Krise von Linearitäts-Konzepten im Zeitalter digitaler Nulldimensionen.
WS 2013/14

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
12:00 - 14:00 Uhr

B.A. Medienwissenschaft
Modul 4: Filmanalyse

Ankündigung im VVZ der PUM
Lehrveranstaltung
Zur Figur - Theorie und Analyse audiovisueller Figurationen

Die Figur bildet eines der zentralen Gestaltungselemente audiovisueller Medien: Als fiktionales Äquivalent des Menschen ist sie einerseits Ausgangspunkt für Handlungsdynamiken und damit das Erzählen überhaupt, zum anderen dient sie als emotionaler Identifikationspunkt und pragmatische Orientierungshilfe des Zuschauers. Das Seminar verschafft einen Überblick über aktuelle und klassische Figurentheorien und die Probleme, die sich an dieses Konzept knüpfen. Anhand von konkreten Beispielen aus Film und Fernsehen werden zunächst die grundsätzlichen Dimensionen und Qualitäten der audiovisuellen Figur (in Abgrenzung zur literarischen Figur) herausgearbeitet, um anschließend neuere Phänomene des Figürlichen in den Blick zu nehmen: Wie lassen sich die Ansätze der (filmischen) Figurentheorie z.B. auf den Computerspielavatar oder transmediale Figuren übertragen? Diesen und ähnlichen Fragen möchte das Seminar nachgehen.
SS 2013

Philipps-Universität Marburg

Dienstags
18:00 - 20:00 Uhr

B.A. Kunst, Musik, Medien
Modul 41: Medienkompetenzen / Medienanalyse

Ankündigung im VV/ der PUM
Lehrveranstaltung
(DIS)ORIENTATION -
(dis)orienting media and narrative mazes


Vom 10. bis 11. November 2011 findet an der Ruhr-Universität Bochum die Tagung „(DIS)ORIENTATION – (dis)orienting media and narrative mazes“ statt. Im Mittelpunkt werden Medien als Orte und Technologien der Orientierung und Desorientierung stehen (Google Maps, Google StreetView, EPGs etc.), sowie mediale Narrationen, die diese (Des)Orientierung als Thema und Struktur aufgreifen (z.B. narrativ komplexe Serien wie Lost oder Filme wie Memento, 21 Grams oder The Sixth Sense).

Im Vorfeld und parallel zur Tagung wird für B.A.- und M.A.-Studierende des IfM ein Seminar angeboten, das einerseits inhaltlich die Fragestellung der Tagung bearbeitet und andererseits den Studierenden einen Einblick in die Organisation und Durchführung einer wissenschaftlichen Tagung bietet. Ziel ist es, die Studierenden aktiv in die Planung und Vorbereitung der Veranstaltung einzubeziehen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, sich inhaltlich zu beteiligen (z.B. in Form von Postern, durch das Verfassen von Artikeln für die Tagungs-Homepage, durch die Rezension einzelner Vorträge oder Vortrags-Panels, eigene Vorträge o.Ä.).
SS 2011 / WS 2011-12

Ruhr-Universität Bochum
Institut für Medienwissenschaft

Praxismodul (B.A.)

Vertiefendes Modul (M.A.)

Begleitendes Seminar zur gleichnamigen Tagung.

Seminarbetreuung zusammen mit Bernd Leiendecker, Daniela Olek, Christine Piepiorka und Prof. Oliver Fahle.

Homepage

Ankündigung im VVZ der RUB

Lehrveranstaltung / Workshop
KörperMedien / MedienKörper
- Gestaltung einer Projekt-Homepage


Audiovisuelle Medien sind in den meisten Fällen körperzentrierte Medien. Sie bilden Körper ab (wie z.B. im Film und Fernsehen), binden Körper aktiv ein (wie z.B. im Computer- und Konsolenspiel), erzeugen Körper künstlich (wie z.B. im Bereich der Animation), und sind gleichzeitig selbst (als technischer Apparat) ein Körper im Raum. Doch wie lässt sich das Verhältnis von menschlichem und medialem Körper beschreiben?
Die Medienwissenschaft befasst sich mit solchen Fragen beispielsweise in der Apparatus-Theorie (Positionierung von Subjekt-Körper und Medium), in den Theorien von Marshall McLuhan (Medien als „extensions of man“), im Bereich der medienwissenschaftlichen Gender Studies (mediale Konstitution und Inszenierung von Geschlecht) usw.
Auf der Grundlage dieser und ähnlicher Theorien will der Workshop konkrete mediale/körperliche Kopplungen analysieren und die Ergebnisse in Form einer Projekt-Homepage aufbereiten. Ziel ist es, sich dem definitorisch schwierigen Begriffspaar KörperMedien / MedienKörper anzunähern, konkrete Gegenstände (z.B. Wii Fit, Makeover-Shows, Animationsfilme etc.) unter medien-wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu untersuchen und die Ergebnisse in Text und Bild im Internet zu veröffentlichen.
SS 2011

Ruhr-Universität Bochum
Institut für Medienwissenschaft

15.03.2011, Di 10 - 16
16.03.2011, Mi 10 - 16
15.04.2011, Fr 10 - 16
13.05.2011, Fr 10 - 16

Raum: GA 1/153

Gegenstandsmodul:
Digitale Medien

Systematisches Modul:
Ästhetik & Technik

Seminar-Homepage

Ankündigung im VVZ der RUB

Lehrveranstaltung
Das Audioviduum

Menschen auf Monitoren, Figuren in Fiktionen, Personen aus Pixeln - fast alle audiovisuellen Medien präsentieren uns grafisch-akustische Wahrnehmungs-Konfigurationen, die wir als (menschliche) Individuen identifizieren. Doch was ist es genau, was uns da so menschlich gegenübertritt? Was kennzeichnet diese "Audioviduen"?
Das Seminar versucht sich anhand konkreter Beispiele aus der aktuellen TV-Landschaft, aber auch aus der Film- und Computerwelt, dem Audioviduum anzunähern. Was unterscheidet etwa fiktionale Fernsehfilmfiguren von den Laiendarstellern des vermeintlichen "Reality TV"? Welche spezifischen konzeptionellen und ästhetischen Inszenierungsformen kreieren das Audioviduum des Moderators, des Stars, des Experten oder des "Talking Head"? Warum gewinnt "Gollum" keinen Oscar? Welche Rolle spielt die Abbildhaftigkeit bewegter Bildmedien? Und welchen Effekt hat die Audiovisualisierung der eigenen Person?
Verschiedene theoretische Konzepte aus dem Bereich der Figurenanalyse, der (Ab)Bildtheorien und dem Feld von Selbst- und Medientechnologien sollen helfen, das Audioviduum in seinen Spielarten und seiner Tragweite zu ergründen.
SS 2009

Ruhr-Universität Bochum
Institut für Medienwissenschaft

Donnerstags, 8:30 - 10 Uhr (s.t.)

Raum: GABF 04/611

Gegenstandsmodul:
Rundfunk

Systematisches Modul:
Ästhetik & Technik

Seminar-Homepage

Ankündigung im VVZ der RUB

Lehrveranstaltung
Nonlineare Narration im Film

Der Film ist ein Zeitmedium: er entfaltet sich in der Zeit und reproduziert dabei (sukzessiv in Bildern gespeicherte) vergangene Zeit. Gerade diese Eigenschaft gibt ihm aber auch die Möglichkeit, mit seiner Zeitlichkeit zu spielen. Chronologische Ereignisfolgen können durch den Film aufgebrochen, umgekehrt, durcheinander gewürfelt oder gedoppelt werden. Pulp Fiction (1994), Lola rennt (1998) , Memento (2000), Eternal Sunshine of the Spotless Mind (2004) und Babel (2006), sind nur einige Beispiele für den unkonventionellen Umgang mit Zeit im Film.
Anhand dieser und ähnlicher Beispiele will das Seminar genauer definieren, was solche nonlinearen Narrationsformen auszeichnet, wie sie aufgebaut und strukturiert sind und an welchen Stellen sie mit den etablierten Konventionen des klassischen Erzählkinos brechen. Ein weiteres Ziel ist es, die gemachten Beobachtungen im Kontext der von Villém Flusser postulierten "Krise der Linearität" zu diskutieren. Im Zeitalter der digitalen Medien geht er von einer zunehmenden Ablösung des linearen Codes der Schrift durch den digitalen Code des Computers aus. Können also nonlinear erzählte Filme als Symptom einer solchen Entwicklung gelesen werden? Oder führen sie uns im Gegenteil vielmehr die Wirkmächtigkeit unseres linearen Zeitempfindens vor Augen? Entlang aktueller Theorieentwürfe soll unter Schlagworten wie "Datenbank Narration " und "Random Access" der Einfluss digitaler Medien auf den Film und seine Narrationsformen diskutiert werden.

WS 2008/2009

Ruhr-Universität Bochum
Institut für Medienwissenschaft

Mittwochs, 12-16 Uhr mit Sichtung
Raum: GA 1/153 |

Gegenstandsmodul:
Film/Kino

Systematisches Modul:
Ästhetik & Technik


Seminar-Homepage